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Die grösste Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.
Albert Schweitzer

„Back to the roots“ ist ein Ausdruck, den wohl die meisten kennen. Er impliziert, dass man die Dinge so tun soll, wie man sie früher gemacht hat, ganz nach dem Motto „Früher war alles besser“. Doch früher war nicht alles besser als heute, genau so wenig wie heute alles besser ist als früher.

Dennoch ist das Früher fundamental wichtig für uns, bildet es doch die Grundlage dafür, wer wir heute sind. Im Früher liegen unsere Wurzeln, unsere Roots, die uns verankern und mit Energie versorgen. Doch genau wie ein mächtiger Baum nicht in das Samenkorn zurückkehren kann, aus dem er seine ersten feinen Würzelchen schlug, können auch wir die Zeit nicht zurückdrehen. Weder können wir nochmals 16 sein, um damals alles anders zu machen, noch können wir die Erfindung von Massenvernichtungswaffen verhindern. Die Zeit läuft stetig vorwärts. Doch wir können wählen, ob wir auf der Zeitgeraden des rationalisierten Abendlandes vorwärtsgehen und unsere Wurzeln dauerhaft hinter uns lassen, oder, ob wir den zyklischen Zeitkreisen der Natur folgen möchten.

Alles in der Natur folgt auf seine Weise dem Rhythmus des Wachstums, der Fülle, des Rückzugs und der Ruhe. In unserer Gesellschaft werden die ersten beiden Phasen hoch angepriesen und gefördert, während die letzten beiden Tabuthemen sind. Degeneration, Rückzug, Stillstand, Tod…werden entweder als Zeichen der Schwäche belächelt oder gefürchtet. Und doch ist ohne sie kein neues Leben möglich. In den Phasen des Rückzugs und der Ruhe sind wir besonders empfänglich für die Botschaften, die aus unseren Wurzeln an die Oberfläche dringen. Wir haben Zeit, Erfolge zu feiern, Verluste zu betrauern und unseren Weg neu auszurichten, bevor wir mit neuer Kraft in die nächste Phase des Wachstums starten.

Keine zwei Zyklen sind gleich und doch führt uns jeder immer vorwärts durch das Rad der Natur, vorwärts zu unseren Wurzeln.