Berufung

Wieso es so schwer scheint, seine Berufung zu leben

Unsere heutige Gesellschaft betrachtet den Menschen nur als weitere Ressource, die sie benötigt, um das grenzenlose Wirtschaftswachstum voranzutreiben. Individuelle Wünsche, Interessen, Persönlichkeiten oder die Berufung werden dabei nur selten berücksichtigt. Die Arbeit gilt als notwendiges Übel, durch das man sich durchquält, bis endlich das rettende Wochenende in Sicht kommt. Dann kann man beim Shopping, an Partys oder im Fitnessstudio für kurze Zeit die Sinnlosigkeit des eigenen Lebens verdrängen.

Die Menschen sind abhängig von der Meinung ihrer Verwandten und Freunden, von den neusten Schönheitstrends, vom Lob der Chefin und von den gesellschaftlichen Normen. Nur die wenigsten wissen wirklich, wer sie eigentlich sind und was sie wollen im Leben. Auf diese Weise abgestumpfte Menschen, die weder Freude, Liebe noch Mitgefühl kennen, sind einfach zu manipulieren. Sie laufen deshalb brav in ihrem Hamsterrad weiter, welches die Maschinerie antreiben, die Kriege, Rassismus, Sexismus, Speziesismus und Umweltzerstörung schürt und die wenigen Reichen immer reicher und die vielen Armen immer ärmer macht.

Bricht jemand aus und fängt an über den Sinn des Lebens, seine Berufung, Selbstbestimmung und Selbstliebe zu sprechen, wird er oder sie als Spinner abgestempelt. Es wird alles daran gesetzt, ihn oder sie wieder ins Hamsterrad zurückzutreiben, denn solche Worte machen dem Umfeld die eigene trübselige Situation nur allzu unangenehm bewusst. Und ohne die Unterstützung von Gleichgesinnten geben viele früher oder später auf. Sich in einem etablierten Umfeld zum authentischen Selbst zu verändern und seine Berufung zu leben, fällt vielen schwer. So schwer dass sie aus Angst vor Ablehnung lange – manchmal für immer – ohne sich «zu outen» in ihrem Besenschrank bleiben.

Mein Weg zu meiner Berufung

Zweiundzwanzig Jahre meines Lebens verbrachte ich im Hamsterrad, dann wagte ich es, zum ersten Mal zu sagen, was ICH möchte. Damit begann ich mich damit auseinanderzusetzen, wer ich bin, was ich kann und was ich in diesem Leben zur Welt beitragen möchte. Eine klare Vorstellung meiner Berufung begann sich herauszukristallisieren: Ich möchte Naturcoach und Schamanin werden. Ich möchte eine Alternative zu den geläufigen Normen schaffen. Ich möchte Menschen helfen, sich mit ihrem inneren magischen Urselbst zu verbinden. Ich möchte ihnen helfen, ein authentisches, selbsterfülltes, glückliches Leben zu führen, in dem sie sich nicht mehr zu verstecken brauchen. Ich möchte einen sicheren Raum schaffen und Menschen verbinden. Ich möchte Empathie, Liebe und Freude zurück in die Welt bringen. Ich möchte diese Welt zu einem besseren Ort machen…Schritt für Schritt.